Idee 32 – Kino 2.0

Diese Idee ist hinter dem Namics-Büro in St. Gallen im Gespräch mit Ernscht entstanden :). Ernscht hat mir erzählt, dass er seit neuestem der Operator im Kino in Heiden AR ist. Und da der Ernscht ein Frontend-Magier, Flickr-Pionier und Entdecker ist, kam mir die Idee, dass er ja im Kino als Operator, anstatt während der ganzen Vorführung einfach rumzustehen, auch Tweets oder SMS der Zuschauer annehmen und filtern könnte. Diejenigen, welche cool sind, werden auf die Leinwand projiziert.

Natürlich gibts das schon im Fernsehen. Der grosse Unterschied ist aber, dass die Leute, welche die Messages an die Leinwand senden, und diejenigen welche sie lesen, physisch im selben Raum sind und damit diese Texte eine viel direktere Art der Kommunikation sind: Ein gewisses Community-Gefühl ist ja im Kino bereits vorhanden: „Wir hier drin schauen denselben Film gleichzeitig“…Mit einem solchen Message-Board würde dieses Community-Gefühl verstärkt und der Kinobesuch noch interessanter. Natürlich muss man geschickt filtern, resp. die „Doof-Messages“ rauskicken. Aber wenn das ein gewiefter Operator macht, dann könnts funktionieren :)

Live-Messages im Kino?
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3 Gedanken zu “Idee 32 – Kino 2.0

  1. Interessante Idee… Was mir spontan in den Kopf kam war die Frage, wie man einerseits die Experience „Film schauen“ als ganzes mit solchen twitter-Unterbrechungen übereinbringt. Schließlich könnte es schwierig sein zu schreiben, die anderen Kommentare zu lesen und gleichzeitig dem Film zu folgen.

    Meine Idee dazu –> für das Massenpublikum taugt das nicht, allerdings durchaus für Underground/Alternative Kinos (z.B. Palace in St. Gallen). Vllt sogar mit einem Hauptaugenmerk auf eher künstlerische oder gesellschaftkritische Filme über die es was zu diskutieren gibt. Der Operator könnte hier auch so ne Art Moderator sein und den Film immer abschalten wenn eine lebhaftere Diskussion in gang kommt.

    Was mir ausserdem grad kam war ne andere Idee, was wäre denn wenn man den Film stoppen würde und per Twitterabstimmugn die Besucher entscheiden lassen könnte wie es weitergeht? Also das ganze von Anfang an als interaktive Experience anlegt. Von der eigentlichen Konzeption des Films bis zum zeigen im Kino. Ist vor allem interessant, weil der Film so einen massiv höheren „Wiederanschau“-Wert bekommt.

  2. @Mark: Bin mir da nicht so sicher ob es nicht gerade im Bereich „Massenpublikum“ funktionieren würde, denn da sitzen genau diejenigen drin, welche auch SMS an MTV senden, das Konzept bereits kennen und vielleicht nicht die ganz tiefgreifenden Filme schauen, bei denen eine solche „Ablenkung“ wirklich lästig wäre.
    Zu deiner Idee: Diese Idee gibts schon eine Weile unter dem Schlagwort „Interactive Cinema“. Ich glaube das scheitert am Produktionsaufwand…

  3. Hmm, zugegeben diese Leute kennen das Konzept. Aber nutzen die die Möglichkeit nur weil sie das Konzept kennen?

    Bin da anderer Meinung als du. Letztendlich ist zwar MTV schauen und seichte Filme schauen beides seichte Unterhaltung aber mit anderem Charakter:
    MTV ist in erster Linie unzusammenhängende Musikvideos, wohingegen ich jedem noch so seichten Film einfach mal unterstelle zumindest ein Mindestmaß an Handlung zu haben.

    Es könnte durchaus sein dass man so etwas massentauglich machen kann, aber zur wirklichen Umsetzung bräuchte man irgendeinen wirklichen Mehrwert. Ich bezweifle dass der Communitygedanke an der Stelle reicht.

    In der Umsetzung würde das bedeuten: Entweder wir schränken unsere Zielgruppe soweit ein, dass der Community Gedanke interessant wird, oder wir brauchen ein Konzept das einen weiteren Mehrwert bringt. –> Lasst die Ideen fließen ;-)

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