Idee 13 – Der Durchbruch für RFID

RFID? Hä? Na ja. Eigentlich nichts neues, aber wahrscheinlich kennens doch nicht alle, da der Durchbruch im Consumer-Bereich auf sich warten lässt. Alora: RFID = Radio Frequency Identification. Kurz und knapp: Kleine Transponder (RFID-Tags) funken eine ID, welche dann von einem Lesegerät (Reader) gelesen werden können (siehe Abbildung: Tags & Reader). Mittels der ID können dann weitere Attribute zu dem Tag, z.B. im Internet, heruntergeladen werden. Der Reader wird dabei einfach per USB an ein Notebook angeschlossen.

touchatag

RFID-Tags und -Reader kosten heute schon ziemlich wenig Geld. Für 30 Euro kann man bereits ein Set mit Reader und 10 konfigurierbaren Tags bestellen, z.B. bei http://www.touchatag.com/

Eine einfache Anwendung: Ich klebe einen RFID-Tag an meinem Schlüsselbund. Jedesmal wenn ich den Schlüsselbund mit dem RFID-Tag von nun an auf den Reader lege, wird automatisch die Website meiner Home-Webcam geöffnet.

Problemstellung
Die Produktanbieter machen keine RFID-Tags auf ihre Produkte, weil die User keinen Reader haben und umgekehrt. Huhn oder Ei. Aber eigentlich fänd ichs schon ziemlich cool, wenn ich alles, was ich Zuhause so rumliegen habe, einfach schnell in die Nähe eines RFID-Readers halten könnte und dann automatisch Detailinformationen zu dem Ding via Internet erhalte. Zum Beispiel:

  • eine Bedienungsanleitung zur Kaffeemaschine
  • eine Nährwerttabelle zum Joghurt
  • eine Nachbestellung eines kaputten Weinglases
  • den Hersteller meines Sofas inkl. Reklamations-Formular ;)
  • ein Formular zur Wettbewerbsteilnahme (will ich eigentlich nicht, aber wahrscheinlich viele andere Leute)
  • etc.

Doch wie verhilft man der RFID-Technik zum Durchbruch?

Lösungsansatz

Um die Hersteller von Produkten dazu zu bringen, alle ihre Produkte mit RFID-Tags zu taggen, braucht es zuerst standardmässig eingebaute Reader in Notebooks und in Smartphones. Das verteuert Notebooks und Smartphones nicht wirklich, da die Technologie heute schon ziemlich günstig ist. Sobald die Hersteller von Produkten gemerkt haben, was für ein Potential darin steckt, werden Sie anfangen, RFID-Tags in ihre Produkte einbauen. Einfach schon deshalb, weil der Show-Effekt einfach sehr cool ist. Am Anfang vielleicht eher die etwas cooleren Produkte, danach alle.

Was tun?
Tja. Das ist die Frage. Gar nicht so einfach. Ich würde wahrscheinlich versuchen, als erstes mit einem Testset mal ein paar wirklich tolle Anwendungsfälle zu generieren. Danach würde ich warten, bis RFID-Reader in Notebooks und Smartphones standardmässig eingebaut werden. Wahrscheinlich würde ein Einbau beim nächsten iPhone schon zum Durchbruch reichen… Dann ein Beratungs-Unternehmen gründen, welches Anwendungsfälle für Produkthersteller und Dienstleistungsunternehmen im B2C-Bereich konzipiert und umsetzt.

Lässt sich diese Idee umsetzen?
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5 Gedanken zu “Idee 13 – Der Durchbruch für RFID

  1. die dinger haben schon was, stimmt .. nur für viele der angesprochenen dinger läst sich zb auch der barcode nutzen oder, was es schon gibt bluetooth (zb diese infoterminals).
    ich überlege gerade – dank dem blog hier – wo man diese netten teile wirklich sinnvoll nutzen könnte .. mhhhh, irgendwie bekomm ich dabei „marketing“ nicht aus dem kopf, aber mir fällt – noch – nicht eins ;) …

  2. @Daniel: Das mit dem Barcode: Wenn, dann sollte man z.B. QR-Codes verwenden, welche viel mehr Information speichern können als ein Barcode, z.B. eine URL. Das System ist in Japan bereits sehr verbreitet. Trotzdem ist es etwas umständlicher als RFID, da ich doch mit einer Cam den Code analysieren muss. Aber grundsätzlich hast du recht :)

  3. Bei JURA Kaffeemaschinen wird bereits im Gehäuseinnern ein QR-Code hinterlegt, so dass man schnellen Zugang zum Handbuch im Internet hat etc.

    Ich denke nicht, dass RFID im Privatgebrauch einzug halten wird. Eher könnten QR Codes kommen.

  4. @Marco. Cool. Hab ich gar nicht gewusst. Aber genau diesen Anwendungsfall finde ich extrem gut. Hätte ich schon mehrfach gebraucht ;). Bezüglich deiner Einschätzung: Ich finde QR-Codes auch toll, aber wohl etwas umständlicher in der Handhabung für die Enduser. Man braucht zumindest eine Cam am Gerät und muss sie auf den Code ausrichten. Da glaube ich, wäre RFID einfacher. Dagegen spricht, dass ein RFID-Tag viel teurer in der Herstellung ist als ein QR-Code…und natürlich die aktuell noch ausstehende Verbreitung der Reader-Technologie für RFID-Tags in EndUser-Endgeräten…

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