Idee 09 – Crowdsourcing Bier

Bier ist wohl eines der am meisten verkauften Getränke auf der Welt und Bier wird in vielen Fällen in einem gesellschaftlichen Umfeld getrunken. Bier ist auch meist stark lokal verankert. Beispielsweise hat das Bier der ältesten Brauerei der Schweiz (Schützengarten, 1789) wohl einen ziemlich grossen Marktanteil in der Ostschweiz, jedoch eher einen kleinen Anteil am gesamtschweizerischen Markt.

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Bisher werden neue Biere und neue Biermarken immer von der jeweiligen Brauerei “erfunden” und dann in den Markt gedrückt – mit enormem finanziellen Aufwand. In nicht wenigen Fällen war und ist dieses Prinzip nicht nachhaltig. Zum Beispiel hat die Marke “Quinto” der Brauerei Feldschlössen hat nicht wirklich lange überlebt…
Warum nicht das Prinzip für die “Komposition” eines Bieres einmal umdrehen, und die Leute die es später trinken sollen an der Entwicklung des Bieres beteiligen?

Die Lösung
Gründung einer Online Crowdsourcing-Platform, auf welcher sich Leute zusammenfinden, die gemeinsam das neue Bier entwickeln. Im einfachsten Fall kann man sogar “Facebook” dazu benutzen (Die Schützengarten-Crowd ist da übrigens schon mit über 600 Members vorhanden). Die “Crowd” kann mit folgenden Aufgaben motiviert werden:

  • Vorschläge und Wahl des Namens des Bieres
  • Vorschläge und Wahl des Etiketten-Designs
  • Vorschläge und Wahl der “Art” des Bieres (Lager, Pils, Weizenbier, etc.)
  • Terminfindung für Degustations-Parties inkl. Wahl des Gewinner-Bieres
  • Beteiligung der Crowd an einem kleinen Teil des Aktienkapitals der neuen Biermarke
  • etc.


Bei der Entwicklung eines neuen Bieres inkl. Brand mittels einer solchen Crowdsourcing-Platform, würden bei der Markteinführung schon hunderte, wenn nicht gar tausende potentieller Kunden und Evangelisten, die an der Entwicklung beteiligt waren, das Bier schon kennen. Ganz zu schweigen vom PR-Effekt, den eine solche Aktion bringen würde…

Was tun?
Eine Crowdsourcing-Agentur gründen, welche einen solchen “crowdgesourcten” Prozess für eine grosse Schweizer Brauerei konzipiert, organisiert und durchführt, insbesondere auch die Prozesse und den Dialog auf der Crowdsourcing-Platform. Die Methode kann dann natürlich auch auf alle möglichen Produkte angewendet werden. Potential wäre also da ;-)

Zugegeben: Die Idee ist nicht brandneu, denn Liam Mulhall hat die Anwendung von “OpenSource-Techniken” auf die Entwicklung eines Biers schon umgesetzt, wenn auch in Australien und nicht ganz in der Art die uns hier vorschwebt. Zudem hat sich Liam Mulhall heute von der Vermarktung des eigens entwickelten Bieres abgewendet und bietet als Kerngeschäft eine “Personalisierung” von Getränken an. Hier ist der ursprüngliche Case “Brewtopia” beschrieben (danke brand eins!).

Lässt sich diese Idee umsetzen?
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